Das Medienerlebnis „gehört – gelesen“ wurde ab den 50er Jahren vom Bayerischen Rundfunk für seine Hörer zur Verfügung gestellt. Die Idee war, gehörte Sendungen nachlesen zu können. Lange bevor es das Internet oder gar Podcast-Angebote gab, bei denen heutzutage der Abruf einzelner Sendungen selbstverständlich ist, standen ausgewählte Hörfunksendungen in dieser Zeitschrift als Skript auch nach der Ausstrahlung im Funk zur Verfügung.
Dieses etwas altbackene Konstrukt können Nutzer*innen auf die Amtsbibliothek des Münchner Stadtarchivs übertragen. Nicht dass die Bibliothek des Stadtarchivs altbacken wäre, ganz im Gegenteil. Auch das Stadtarchiv ist im Laufe der Jahre moderner geworden und nutzt zeitgemäße Technologien. Dennoch gibt es Parallelen in der Anwendung. Die meisten Bücher gibt es weder als Hörbuch, Podcast noch digital.

Unterstützung der Forschung
Zudem soll der Bestand der Bibliothek als Unterstützung und Ergänzung für Forschende des Archivguts dienen, sowohl für Mitarbeitende des Archivs als auch für Nutzer*innen des Lesesaals. Wem eine Information in einer Archivalie untergekommen ist, kann also prüfen und nachlesen, wenn diese anderweitig zur Forschung verwendet wurde.
Gewonnene Erkenntnisse aus Archivalien, die bislang unveröffentlicht sind, können im Zusammenspiel mit bereits entstandenen Veröffentlichungen zu etwas Neuem führen. Unabhängig davon befinden sich in der Bibliothek nicht nur herausragende Bücher und Zeitschriften von anno dazumal, sie wird regelmäßig mit Neuerscheinungen bestückt.
Nicht zuletzt finden sich in der Bibliothek zahlreiche Belegexemplare und Eigenproduktionen, die bereits durch Forschung im Archiv entstandenen sind.
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