Münchner*innen in der Fremde – Eine Annäherung in Texten (Folge 1: Peking, 1901)

„Geschichten aus dem Stadtarchiv“ war ein neuer Programmpunkt zum diesjährigen Tag der Archive am 2. März 2024. Hierbei handelte es sich um eine Lesung aus archivalischen Quellen, die als gemeinsamen roten Faden das Thema „Münchner*innen in der Fremde“ in sich trugen. Als Zeitrahmen wurde das 20. Jahrhundert gewählt.

Für einen Aufenthalt in der Fremde gibt es viele Gründe. Es kann eine Urlaubsreise sein, es kann berufliche Gründe haben, es kann Abenteuerlust sein, es kann aber auch Gründe dafür geben, aus politischen Gründen die Heimatstadt verlassen zu müssen. All diese Facetten sollten in den vier ausgewählten Texten beleuchtet werden. Hierbei handelte es sich um Briefe, Erinnerungen und Berichte von drei Münchnern und einer Münchnerin, die in chronologischer Abfolge vorgestellt werden. Vor der Lesung der Texte erfolgte am Tag der Archive durch den Autor dieses Beitrags eine kurze Hinführung zum sachlichen und historischen Kontext der Quelle sowie zum biografischen Hintergrund der Verfasser*innen bis zur Abfassung des Textes bzw. bis zum Eintritt der darin geschilderten Ereignisse. Abgeschlossen wurde jede Lesung mit Informationen zum weiteren Lebensweg der Verfasser*innen.1

Folge 1: Brief des Installateurs und Soldaten Josef Pettinger an seine Schwester Marie (Mari) in München. Peking, 30. Juni 1901 (DE-1992-FAM-966).2

Handgeschriebener Brief von Josef Pettinger
Josef Pettinger schrieb seiner Schwester 1901 einen Brief während seines Aufenthalts in Peking nach dem sogenannten „Boxeraufstand“. (DE-1992-FAM-966)

Zum historischen Kontext

Am Beginn des 20. Jahrhunderts war die Welt geprägt von kriegerischen Konflikten. In China begann eine blutige und grausame Auseinandersetzung zwischen europäischen imperialen Mächten und der aufständischen Bevölkerung, die sich gegen die Fremden im Land, gegen die Missionierungen und generell gegen den wachsenden ausländischen Einfluss auf die Regierung sowie auf Wirtschaft und Handel im Land richtete.3 Dieser Einfluss war in den Jahrzehnten davor stetig gewachsen, da seit Mitte des 19. Jahrhunderts Briten, Franzosen, Italiener, Portugiesen und Deutsche, dann auch Russen, Amerikaner und Japaner versucht hatten, über Handelsstützpunkte Fuß in China zu fassen. Diese Positionen wurden dann immer weiter zu Pacht- und Schutzgebieten ausgeweitet. Mit ihren Schutzzonen hatten die Mächte großen Einfluss auf die Wirtschaft und den Handel im „Reich der Mitte“. Dazu befand sich das Land in einer wachsenden politischen und wirtschaftlichen Krisensituation.

Es kam daher verstärkt zu Konflikten zwischen China und den Kolonialmächten, die zudem durch aggressive und massive Missionierungen ihren Einfluss im Land zu vergrößern suchten. Auch das Deutsche Reich, das fürchtete, im Wettlauf um den Besitz überseeischer Gebiete ins Hintertreffen zu geraten, erwarb Schutzgebiete in China. Wichtigster deutscher Stützpunkt war die Hafenstadt Tsingtau (heute meist: Qingdao), gelegen in der Bucht von Kiautschou (Jiaozhou), die im Jahr 1898 von China mit allen Hoheitsrechten auf 99 Jahre an das Deutsche Reich verpachtet worden war.

Der zum Jahresende 1899 beginnende Krieg in China ist damit das Ergebnis einer lang andauernden europäischen, amerikanischen und japanischen Einmischung in die chinesische Wirtschaft und in die religiösen und kulturellen Traditionen des Landes. Begünstigt wurde der Einfluss der ausländischen Mächte aber auch durch den Zerfall der in China herrschenden korrupten und ineffizienten Qing-Dynastie. Wobei die Gemengelage komplex war, da Machtkämpfe innerhalb der kaiserlichen Familie zu wechselnden Koalitionen führten. So unterstützte die ehemalige Kaiserin-Regentin Cixi, die sich 1898 wieder als Mitregentin des jungen Kaisers Guangxu etablieren konnte, den straff organisierten und zunehmend fremdenfeindlich und gewaltsam agierenden nationalistischen Kampfverband der Yihetuan. Für diesen Verband, der mit Verband für Gerechtigkeit und Harmonie oder Fäuste der Gerechtigkeit und Harmonie ins Deutsche übersetzt werden kann, setzte sich auf Seiten der europäischen Mächte aufgrund der traditionellen Kampfkunstausbildung ab etwa 1896 die Bezeichnung „Boxer“ durch. Dadurch wird der Krieg in China in der deutschen Erinnerung gemeinhin als „Boxeraufstand“ bezeichnet.

Prinz Chun nach der Rückkehr von der Sühnemission beim deutschen Generalkonsul in Shanghai, 04. November 1901 Bildquelle: Bundesarchiv, BArch N224/77

Am 11. Juni 1900 rückten die „Boxer“ in Peking (Beijing) ein und versuchten in das Gesandtschaftsviertel einzudringen, das aber von den Diplomaten, ausländischen Soldaten und christlichen Chinesen gehalten werden konnte. Die Lage eskalierte, als am 19. Juni die Kaiserin die Gesandten zum Verlassen des Landes aufforderte und der deutsche Gesandte Clemens Freiherr von Ketteler (1853-1900) einen Tag später bei einem Attentat von einem regulären chinesischen Soldaten ermordet wurde. Von Ketteler war zum personifizierten Gegner der Aufständischen geworden, nachdem er in den Tagen zuvor „Boxer“, die auf der Mauer oberhalb des Gesandtschaftsviertels provokativ entlangspazierten und dort exerzierten, „wie Tontauben“ abschießen ließ.4 Die Eingeschlossenen im Gesandtschaftsviertel kämpften um ihr Leben und forderten Verstärkung aus Europa und durch die bereits im Lande stationierten Truppen an. Auch das Deutsche Reich stellte nun ein Expeditionskorps zusammen, das am 27. Juli 1900 von Kaiser Wilhelm II. in Bremerhaven verabschiedet wurde. Wenige Wochen später, als sich das deutsche Expeditionskorps noch auf hoher See befand, am 14. August, nahmen heranrückende europäische Truppenkontingente die Stadt Peking ein. Schon nach kurzer Zeit brach der Widerstand der schlecht ausgerüsteten und militärisch unerfahrenen „Boxer“ zusammen. Die Kaiserinwitwe musste auf alliierten Druck hin die „Boxer“ fallen lassen, in Friedensverhandlungen einwilligen und letztlich die harten Kapitulationsforderungen der Europäer annehmen. Festgelegt wurden u. a die Zahlung einer Kriegsentschädigung von 1,4 Milliarden Goldmark an die Großmächte und die Stationierung von Truppen der Großmächte auf chinesischem Territorium. Den Chinesen war zukünftig das Betreten des Gesandtschaftsviertels untersagt und sie mussten – als besondere Demütigung – auf deutsches Betreiben hin für den ermordeten Freiherr von Ketteler an der Attentatsstelle in Peking einen Gedenkstein errichten.

Das deutsche Expeditionskorps unter Feldmarschall Graf Waldersee landete erst am 22. September 1900 in Schanghai und traf am 17. Oktober in Peking ein. Unter den Soldaten befand sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der 21jährige Münchner Josef Pettinger, der Verfasser unseres Textes.

Kurzbiografie Josef Pettinger

Josef Pettinger wurde am 20. September1879 in Siglfing (bei Erding) als Sohn von Andreas und Rosalie Pettinger geboren. Im Alter von 14 Jahren zog er nach München und erlernte dort den Beruf des Schlossers. Unterkunft erhielt er bei dem Gas- und Wasserinstallateur Josef Böck, der wahrscheinlich auch sein Lehrherr war. In den Meldeunterlagen findet sich später auch die Berufsbezeichnung Installateur und Monteur.5

Am 24. Oktober 1899 wurde er als Rekrut in das Bayerische Militär eingezogen. Über seine weitere Dienstlaufbahn sind wir durch einen abschriftlich erhaltenen Auszug aus seiner Kriegsstammrolle gut unterrichtet.6 Mit dem Eintrittsdatum 15. Juli 1900 ist er als Angehörigen des II. Bataillons des 4. Ostasiatischen Infanterieregiments notiert. Ob sich Josef Pettinger freiwillig dafür gemeldet hat, ob es Abenteuerlust war oder auch eine Dienstverpflichtung, wissen wir nicht. Jedenfalls dürfte er am 27. Juli von Bremerhaven aus mit dem deutschen Expeditionskorps nach China aufgebrochen und mit Graf Waldersee am 17. Oktober in Peking eingetroffen sein, wo ein Teil des Kontingents zur Sicherung und zum Schutz des Gesandtschaftsviertels stationiert wurde.

Josef Pettinger lässt sich 1901 in seiner Uniform in einem Pekinger Fotoatelier porträtieren.
Josef Pettinger lässt sich 1901 in seiner Uniform in einem Pekinger Fotoatelier porträtieren. (DE-1992-FAM-0966)
Rückseite der Porträt-Aufnahme von Josef Pettinger mit der Werbevignette des Fotoateliers.
Rückseite der Aufnahme mit der Werbevignette des Fotoateliers. (DE-1992-FAM-0966)

Josef Pettinger ist Teil dieses Kontigents und hält auf dem Postweg Kontakt mit seiner Familie in München. Dicht wird die Korrespondenz nicht gewesen sein, denn in dem einzig überlieferten Brief vom 30. Juni 1901 bezieht er sich auf einen Brief der Schwester vom April 1901.  
Inhaltlich handelt der Brief vom militärischen Alltag in Peking, den Josef Pettinger sehr kritisch sieht. Unzufrieden ist er mit der Unterkunft, die offenbar erst errichtet wurde und noch Baufeuchte enthält, und dem Essen. Mehrmals spricht er von dem „Schwindel“, dem er aufgesessen sei – möglicherweise ein Hinweis darauf, dass er mit Versprechungen zum Beitritt in das Expeditionskorps angeworben wurde. Aber er unternimmt, obwohl es verboten ist, auch Streifzüge durch die Stadt und in die Umgebung. Und so erfahren wir etwas über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Lage des Gesandtschaftsviertels und die im Bau befindlichen Befestigungsanlagen um das Viertel. Erwähnt wird von ihm auch, dass an dem Denkmal für den ermordeten Clemens von Ketteler gearbeitet wird, das den Chinesen – wie oben erwähnt – als Sühneleistung auferlegt wurde. Keine Freude hat er am verpflichtenden Besuch des Sonntagsgottesdienstes.

Transkription des Briefes7

Peking, den 30. Juni 1901

Liebe Schwester Mari!

Meine Karte, worauf ich dir mitteilte, wirst du inzwischen wohl erhalten haben, daß ich zum 2ten Besatzungsregiment versetzt wurde. Ich bin jetzt 1ter Büchsenmacher des III. Batt(a)l(ions) bei der 7.ten Komp(anie).
Ich weiß nicht, was noch alles für Schwindel über mich kommt. Es war nicht genug, daß man zuerst überhaupt nach Ostasien herüber gegangen ist und sein Leben auf Spiel gesetzt hat, um sich dann wie ein Sclave behandeln lassen. Beschwert man sich darüber, dann darf man froh sein, wenn man nicht bestraft wird dafür, und die alte Wirtschaft geht alles weiter.
Mit jedem Tag wird es noch schlechter, und erst in Peking! Da hat der Schwindel seinen Höhepunkt bis jetzt. Was noch kommt, weiß ich nicht. Hoffentlich wird [es] nicht schlimmer!
Vorerst noch das in der Kaserne: Wir liegen in Baracken zu je 2 Zimmern, 1 Eßzimmer, 1 Schlafzimmer, alles natürlich im dicksten Kommißstil. Wie man es ja nicht anders erwartet (!) vom deutschen Michel.
Strohsäcke ohne Stroh beinahe, am Boden liegend, auf dem noch der Baudreck liegt. Bei Euch zu hause läßt man ein frisch gebautes Haus erst austro[c]knen. Hier bei der deutschen Militärbehörde ist das nicht nötig. Wenn auch die Leute krank werden dabei, so ist in der Regel der Mann selbst schuld daran. Und das Essen erst! Gar nicht zum Beschreiben, so schlecht und kaum genießbar. Und der Kaffee nicht zum Trinken. Die Schuld daran liegt am Wasser.
Die anderen vom 2ten bay(erischen) Batt(a)lion sind heute nach Tientsin abgefahren, ca. 40 Mann sind von jeder Komp(anie) beim Besatzungsreg(imen)t. Nur solche mit guter Führung sind dazu gekommen, die müssen zum Lohn für ihren tadellose Führung vielleicht noch 3 Monate dableiben bei diesem Schwindel.
Hätte ich vorher eine Ahnung gehabt, ich hätte mir 14 Tage Arrest verschafft, aber nach hause gefahren, wäre ich jetzt und vielleicht in 6 Wochen daheim. So aber kann ich hier sitzen und Trübsal blasen und zuletzt werde ich auch noch eingesperrt, daß mir die Schwarten krachen. Doch jetzt genug von diesem Schwindel. Du glaubst nicht, wie froh ich bin, wenn es ein Ende hat.
Von Peking habe ich erst sehr wenig gesehen, doch die Hauptsache davon kann ich Dir jetzt schon mitteilen. Was das interessanste (!) ist, habe ich mir angesehen, obwohl es verboten war auszugehen. Der Kaiserpalast ist an und für sich schon eine Stadt, so groß und soviel Bauten und Tempeln, die strotzend voll sind von Verzierungen aller Art. Ferner ist ein großer See da, ist aber ganz bewachsen mit Wasserpflanzen. Über den See führen sehr viele Marmorbrücken, ebenfalls frei gebaut.
In der Kettelerstraße wird eifrig an dem Denkmal gearbeitet. Es kommt auf dem Platz, wo er seinerzeit ermordet wurde. Südlich der Kettelerstraße ist der Kohlenhügel, ein ziemlich hoher Hügel, auf dem ein Tempel ist, von dem aus man eine Rundsicht hat über die Stadt. In dem Gesandtschaftsviertel wird zur Zeit Tag und Nacht gearbeitet, damit es fertig wird. Dieses Viertel ist Mitten der Stadt neben dem Kaiserpallast und des Thung li Jamens, den ich noch nicht ganz gesehen habe.
Im Großen Ganzen darf man sich aber keine Vorstellungen [machen], daß es in Chinesenviertel vielleicht besser aussehe wie in jeden andern Bauer[n]kaff.
Sonntag gibt es auch hier keinen, die Chinesen arbeiten genau so wie jeden anderen Tag auch. Heute Morgen von 7 – 9 Uhr war Kirchenparade. Die Kirche ist ein in der Chinesenstadt befindliches Lagerhaus, provisorisch eingerichtet. Man wird gezwungen in die Kirche zu gehen und Grobheiten von einem solchen feinen Her[r]n sagen zu lassen. Was er für Ausdrücke gegenüber uns gebraucht hat, will ich gar [nicht] wiedergeben. Rache ist süß.
Obwohl heute der 1te Juli [ist], wissen wir noch nicht, wann wir Geld bekommen. Im Dienst sind sind die Her[r]n von Oben stramm, in dem Einsparen ebenso, aber in den für Manschaften wohlthuenden nicht! Es darf dich gar nicht wundern, wenn die nicht unzufrieden [sind] bei diesen allen, was hier vorgeht.
Mache von diesen Zeilen keinen Gebrauch. Es bleibt unter uns.
Herzliche Grüße sendet Seppl.

Josef Pettinger

Weiterer Lebenslauf von Josef Pettinger

Wie lange Josef Pettinger noch in Peking stationiert war, wissen wir nicht. Offenbar war er noch auf weiteren Stationen im Land unterwegs. Im August 1902 kehrte er jedenfalls wieder nach München zurück, nahm Wohnung bei seinem früheren Arbeitgeber Josef Böck in der Dreimühlenstraße 32 und war sicherlich wieder in dessen Firma tätig. Lange hielt es ihn aber nicht in der Stadt. Ab Oktober 1904 finden wir ihn als Soldat in Deutsch-Südwestafrika, wo er am sogenannten „Herero-Feldzug“ teilnahm. Nach heutigem Wissensstand war er an der Niederschlagung von Aufständen der Herero und Nama durch die deutsche Kolonialmacht in der Kolonie beteiligt. Möglicherweise gehörte er der Verstärkungstruppe an, welche von Deutschland aus zur Bekämpfung der Aufständischen entsandt wurde. Seine militärische Stammrolle gibt keine Auskunft darüber, ob er am Völkermord an den Herero im Jahr 1904 aktiv beteiligt war oder auch an den anschließenden Kämpfen gegen die Nama.8 Im Mai 1905 erhielt er die Beförderung zum Unteroffizier. Am 28. Februar 1907 wurde er aus dem Militärdienst entlassen, kehrte nach München zurück und trat wieder in die Firma seines früheren Arbeitgebers Josef Böck ein.

Briefumschlag für einen Brief an Josef Pettinger mit einer Pekinger Adresse, der jedoch nicht zugestellt werden konnte
Brief an Josef Pettinger nach Peking, abgesandt in München am 20. August 1901. Er wurde von der Post zurückgesandt, da der Adressat offenbar nicht mehr anzutreffen war. (DE-1992-FAM-966)

Am 6. Juli 1909 heiratete Josef Pettinger in München vor dem Standesamt München III die fünf Jahre jüngere Maurerstochter Josepha Ettl.9 Das Ehepaar bekam drei Söhne und eine Tochter. Im März 1914 machte er sich mit einem Installationsgeschäft für Gas- und Wasserleitungen und Kanalisationsarbeiten mit einem Lager in der Valleystraße 9 selbstständig.10 Doch der Krieg ließ ihn nicht los. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er am 14. September 1914 wieder in die Bayerische Armee eingezogen. Er wurde ausschließlich bei den Kämpfen an der Westfront eingesetzt und diente dort in verschiedenen Funktionen und Einheiten. Josef Pettinger wurde mehrfach verwundet, erhielt Kriegsauszeichnungen. Im März 1918 erhielt der die Beförderung zum Offiziers-Stellvertreter. Diese Rangerhöhung konnte er allerdings nicht mehr im Dienst ausüben. Am frühen Abend des 12. März 1918 starb er bei dem Dorf Allarmont in den Vogesen an den Folgen einer Verletzung, die er durch Granatsplitter erlitten hatte.11

Tabellarische Auflistung der militärischen Dienstverhältnisse von Josef Pettinger
Auszug aus der Kriegsstammrolle von Josef Pettinger mit Hinweis auf seinen Tod
(DE-1992-STANM-05755)

Der Neffe Josef Pettinger (* 1912) hob einen kleinen Teil seiner schriftlichen Hinterlassenschaft auf. Über seinen Nachlass gelangten die Dokumente im Jahr 2002 ins Stadtarchiv.


  1. Bei der Veranstaltung wurden die Quellentexte von Frau Rebekka Ziemer, Studierende an der Theaterakademie August Everding, vorgetragen. ↩︎
  2. Für die Unterstützung bei der Erstellung der Transkription wie auch bei der Ermittlung der biografischen Quellen zu Josef Pettinger danke ich meinem Kollegen Joachim Friedl und den beiden Auszubildenden Hedda Haese und Richard Jappe. ↩︎
  3. Virtuelle Ausstellung des Bundesarchivs: „Deutschlands Adler im Reich des Drachen – Deutschland und China im Zeitalter des Kolonialismus“ – Teil 6 „Boxeraufstand“
    https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/aussenpolitik/boxeraufstand.html
    https://deutsche-schutzgebiete.de/wordpress/boxeraufstand/
    BR-Podcast „The Germans to the front!“. Der Boxeraufstand in China 1900 (Tatort Geschichte – True Crime meets History).
    (alle Zugriff 23.04.2024) ↩︎
  4. Podcast „The Germans to the front!“ (s. Anm. 3) ↩︎
  5. Polizeilicher Meldebogen von Josef Pettinger (DE-1992-PMB-B-122) ↩︎
  6. Sterbefallanzeige mit Auszug aus der Kriegsstammrolle (DE-1992-STANM-05755) ↩︎
  7. Die Anfertigung erfolgte durch Hedda Haese und Richard Jappe im Rahmen ihrer Ausbildung zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv. ↩︎
  8. Sterbefallanzeige mit Auszug aus der Kriegsstammrolle (DE-1992-STANM-05755) ↩︎
  9. Heiratseintrag für Josef Pettinger und Josepha Ettl (DE-1992-STANM-1835 (Standesamt München III, Nr. 643/1909)) ↩︎
  10. Polizeilicher Meldebogen für Josef Pettinger (DE-1992-PMB-B-122) ↩︎
  11. Sterbeeintrag für Josef Pettinger (DE-1992-STANM-03723 (Standesamt München III, Nr. 1217/1918)) ↩︎

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